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MühlenchemieMühlenchemie

16.02.2009

Auszeichnung für den Kampf gegen Mangelernährung

 
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Markus Bostel, (Bildmitte) Area Sales Director Afrika/Middle East nahm für die Mühlenchemie GmbH & Co. KG den FFI Leadership Award entgegen. Zu den Gratulanten zählten auch Roy Loepp vom amerikanischen Mühlenbetreiber Seaboard Corporation (links) und Yousuf Kamau von der Bkahresa Grain Milling in Tansania.

Mühlenchemie setzt sich dafür ein, dass nahezu 80 Millionen Ägypter besser mit Folsäure und Eisen versorgt werden – Ahrensburger Unternehmen erhält FFI Leadership Award für Mehlanreicherungsprogramm

Ahrensburg/ Arusha (Tansania), Februar 2009. Anlässlich des ersten African Flour Fortification Workshops, der Ende vergangenen Jahres in Tansania statt fand, erhielt die Mühlenchemie GmbH & Co. KG den FFI Leadership Award. In Arusha nahmen Markus Bostel, Area Sales Director Afrika/Middle East der Mühlenchemie, und Dr. Mohammed Labenah, Geschäftsführer des Mühlenchemie-Distributors Chemitec, die Ehrung entgegen. Sie wird jährlich von der Flour Fortification Initiative (FFI) an Unternehmen, Institutionen und Personen vergeben, die sich im Kampf gegen Mangelernährung in besonderer Weise engagieren. Mühlenchemie erhielt die Auszeichnung dafür, dass das Unternehmen künftig mehr als 70 Prozent des in Ägypten produzierten Mehls mit Folsäure und Eisen anreichert.

Der Mangel an Folsäure verursacht bei Frauen jedes Jahr tausende von Geburtsfehlern. Eine zu geringe Versorgung mit Eisen führt bei Kindern zu Leistungseinbußen und Entwicklungsdefiziten. In Ägypten werden 80 Prozent des verwendeten Weizens zum Backen des populären Baladi Brotes genutzt. Da viele Mühlen im Besitz des Staates sind, startete die Regierung in Kairo gemeinsam mit dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen im März 2008 eine Initiative zur Anreicherung des Grundnahrungsmittels Mehl mit Eisen und Folsäure. Aufgrund ihres ganzheitlichen Ansatzes mit Beratung, Schulung und der Lieferung der notwendigen technischen Ausstattung in Verbindung mit dem benötigten Vitaminmix überzeugte die Mühlenchemie sowohl die Mitarbeiter des World Food Programme als auch das ägyptische Sozialministerium. Seit März setzt das Ahrensburger Unternehmen, das auf Lösungen für Mehlbehandlung und –verbesserung spezialisiert ist und über 120 Märkte weltweit beliefert, die Mehlanreicherung in Ägypten um. Neben einer umfassenden Beratung der Initiatoren des Nationalen Programms installierten lokale Mühlenchemie-Vertreter bis heute Dosiergeräte in über 150 öffentlichen Mühlen. Außerdem schulten sie die Müller in der Mehlbehandlung und liefern insgesamt über 320 Tonnen Nährstoffpremixe für Eisen und Folsäure.

„Uns war wichtig, dass die Müller vor Ort die Premixe schnell und richtig anwenden können. Dies ist nur durch umfassende Beratung und Schulung zu gewährleisten. Durch diesen Ansatz können künftig in Ägypten 70 Prozent der gesamten Mehlproduktion mit Eisen und Folsäure angereichert werden“, sagt Markus Bostel, der für die Mühlenchemie das Programm verantwortet.

Dieses ist auch ein wichtiges Ziel, für das sich die FFI einsetzt. Sie ist ein internationaler Zusammenschluss von Universitäten, öffentlichen Einrichtungen und privaten Unternehmen. Eine Anreicherung des Grundnahrungsmittels Mehl mit Vitamin A, Eisen, Zink und B-Vitaminen einschließlich Folsäure kann dazu beitragen, die Krankheitsrate und die Sterblichkeit zu senken. Dies ist besonders in Afrika und Asien von großer Bedeutung, denn hier kommt es aufgrund von Unterernährung häufig zu einer mangelnden Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen.

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