/ Pressemitteilung

Weltweit einzigartiges MehlWelten Museum wird erweitert

- Korngötter führt Besucher ins Reich der frühgeschichtlichen Gottheiten und Ernteriten

- 2000 Jahre alte Kornmumie im Zentrum des Themenraumes

- Modernes Tagungszentrum der mehlverarbeitenden Industrie angegliedert

Ahrensburg/Wittenburg, 17.07.2019. Das einzigartige MehlWelten Museum in Wittenburg (Mecklenburg-Vorpommern) ist um einen Konzeptraum reicher: „Korngötter“ führt Besucher in die frühgeschichtliche Welt der Gottheiten und Ernteriten. Seit Anbeginn des Ackerbaus sollten sie für ertragreiche Ernten Sorge tragen. Die Ausstellung spannt den Bogen vom Getreide in den Mythen der Frühen Hochkulturen zu seinem Stellenwert in den monotheistischen Weltreligionen. Der Stolz der Sammlung ist eine zweitausend Jahre alte Kornmumie, die Einblick in die Götterwelt des Alten Ägyptens gibt. Sie ist eine Leihgabe des österreichischen Unternehmers und Brot-Experten Peter Augendopler – Gründer der Wunderkammer des Brotes „Paneum“ in Asten bei Linz.

In der Mitte des neuen Konzeptraumes „Korngötter“ lieg die kleine Kornmumie, in ihrem gut erhaltenen Sarkophag, in dem sie vor über 2000 Jahren begraben werden sollte. Es handelt sich um eine falkenköpfige Nachbildung der Totengötter Sokars und Osiris. Geformt aus Nilschlamm, Gersten- und Emmerkörnern steht die Mumie für die Keimkraft des Lebens. Als Grabbeigabe sollte ihre Keimkraft magisch auf die Seele des Verstorbenen wirken. Obwohl es früher unzählige solcher Kornmumien gab, sind heute weltweit nur weniger als zweihundert Osiris-Sokar-Sarkophage erhalten. „Korngötter“ verdeutlicht, dass das Korn bereits ein frühgeschichtliches Symbol göttlicher Macht war. Der thematische Bogen von den frühen Hochkulturen zu den monotheistischen Religionen zeigt, dass das Getreidekorn als Lebenssymbol ein wiederkehrendes Motiv in unterschiedlichen religiösen Gewändern ist. MehlWelten Kurator Dr. Oliver Seifert entwickelte den multimedialen Ausstellungsraum als interaktiven Rundgang durch die Religionsgeschichte des Getreides: Ein Smartphone-basierter Audio Guide vermittelt Besuchern aufschlussreiche Hintergrundinformationen und ein von Videokunststudentinnen entwickelter Animationsfilm führt Besuchern die Rolle des Getreides in den monotheistischen Religionen vor Augen.

„Korngötter“ ist nunmehr die zweite aus einer Reihe von Erweiterungen, die 2017 mit der rahmengebenden Ausstellung „Mehl.Macht.Leben.“ ihren Anfang nahm. Das moderne Ausstellungskonzept beschäftigt sich mit der Bedeutung, die das oft alltäglich wirkende Mehl für die Geschichte der Menschheit hatte: Es sicherte nicht nur das schiere Überleben, sondern ist seit der Neolithischen Revolution vor etwa 10.000 Jahren auch die Grundlage jedes Staatsgebildes, das über die Größenordnung einer Stammesgesellschaft hinausgeht. Als eindrucksvolles Symbol der Urgeschichte des Getreideanbaus begrüßt eine Nachbildung des „Ötzis“, Mann aus dem Eis, die Besucher zur multimedialen Ausstellung. Der Körper der Gletschermumie, der in den Ötztaler Alpen gefunden wurde, ist perfekt erhalten und öffnet uns die Sicht unmittelbar auf die Zeit vor 5.300 Jahren, die Frühzeit des Ackerbaus in Europa. In seinem Mantelsaum fand man zwei Urkörner. Die Nachbildung ist die einzige in ganz Deutschland. Sie wurde in enger Kooperation mit dem Südtiroler Archäologiemuseum, Bozen entwickelt. Figurvorlage ist eine Computertomografie vom Skelett der Gletschermumie. Fellkleidung, Schuhwerk und Kupferbeil sind nach den Originalfunden gefertigt.

Konzipiert als „Wissensforum Getreide“ ist das Museum einem Tagungszentrum mit hellen Seminar- und Veranstaltungsräumen angeschlossen. Für Freunde und Interessierte schuf Initiator Volkmar Wywiol von der Hamburger Stern-Wywiol Gruppe ein Ambiente, in dem Wissensvermittlung und kultureller Austausch Hand in Hand gehen. Für Besucher ist das Museum von März bis Oktober jeden 1. und 3. Samstag 13:00–17:00 Uhr und jeden Sonntag von 11:00–17:00 Uhr zugänglich. Von November bis Februar öffnet das Museum jeden 1. und 3. Sonntag von 11.00 – 17.00 Uhr seine Pforten. Darüber hinaus ist eine Besichtigung nach Voranmeldung möglich. Sie erreichen das MehlWelten Museum hier.

Herausgeber:
Mühlenchemie GmbH & Co. KG
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22926 Ahrensburg

Carsten Blum (Marketing)
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Internet: www.muehlenchemie.de

Pressestelle:

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